Schweiz Skulpturen

Neue Skulptur

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Diese und weitere Skulpturen sind online und im Atelier zu besichtigen.


Kunst aus Eisen

Der Schweizer Eisenplastiker arbeitet ausschliesslich mit Eisen. Dieses Rohmaterial verflüssigt und formt er mit dem Schweissbrenner. Die Gestalt entsteht aus dem Nichts. Jede Skulptur ist ein Original. Es gibt keine Kopien oder Abgüsse. Eine aufwändige, jedoch einzigartige Technik, die sich über Jahrzehnte weiter entwickelt hat. Die Werke sind signiert und seit 1998 im offiziellen Werkverzeichnis erfasst. Dies garantiert die Echtheit der Skulptur und schützt das Werk vor Kopien.

David Werthmüller, Schweizer Eisenplastiker

«Erschaffen durch den Funken im Geist, geformt durch das Feuer der Leidenschaft, geboren in der Glut der Seele.»

David Werthmüller
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Schweizer Eisen Plastiker

David Werthmüller wurde 1969 in der Schweiz in Bern geboren und wuchs in Köniz zusammen mit seiner Schwester und seinem älteren Bruder Stefan Werthmüller, der ebenfalls künstlerisch tätig ist, auf. Von 1986 bis 1990 besuchte er die Technische Fachschule Bern. Es folgten einige Jahre der Selbstfindung. So besuchte er zahlreiche Weiterbildungen die ihm auch künstlerische Perspektiven eröffneten. 1995 entdeckte er seine Leidenschaft für das Zeichnen. Daraus resultierte eine Lehrtätigkeit als Meister seines Fachs in öffentlichen und privaten Institutionen. Ab 2019 hat er das weite Feld der Radierung für sich entdeckt. Ein kleines Druckatelier ermöglicht Ihm nun eigene Originalgrafiken zu drucken.

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Seit 2006 lebt und arbeitet er in Fräschels im Kt. Freiburg. 2014 heiratete er seine langjährige Lebenspartnerin Silvia, die ihre zwei Töchter mit in die Ehe brachte. Die ältere Tochter, Jane Steel, ist ebenfalls Eisenplastikerin. Zusammen mit seiner Frau eröffnete er 2016 in Murten die Galerie Werthmüller. Die Arbeit als Galerist ermöglichte ihm den Zugang zu namhaften europäischen KünstlerInnen. Der Standort der Galerie erwies sich in den folgenden Jahren als ungeeignet. So wechselte der Kunsthandel ab 2018 in sein Künstleratelier.

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Skulpturen Ausstellungen

2019 Galerie Immaginazione / 2017 Galerie Werthmüller, Murten / 2016 Art-Momentum, Biel / 2015 Tramdepot, Bern / 2015 Galerie Rhomberg, Innsbruck / 2014 Galerie Wimmer, München / 2014 Galerie Christine Brügger, Bern / 2013 Galerie Christine Brügger, Bern / 2013 Galerie Ka Art, Saas Fee / 2013 Galerie Mera, Schaffhausen / 2012 Galerie Wimmer, München / 2012 Galerie Christine Brügger, Bern / 2012 Galerie Max-21, Iphofen / 2011 Nahrhafte Kunst Thun / 2011 artbar, Brugg / 2008 Bellevue, Ittigen / 2007 Villa Amboz, Säriswil / 2006 Skulpturengarten Thierachern / 2005/ Galerie Erlengut, Steffisburg / 2004 Die Halle, Langnau a. A. / 2002 Ramseyer + Kaelin, Bern / 2002 Galerie La Rocca, Zürich / 2001 Die Halle, Langnau a. A. / 2000 Galerie Christine Brügger, Bern / 2000 Bernisches Hist. Museum, Bern / 2000 BA für Migration, Wabern / 1999 Skulptur 99, Bern

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Rezension

Additiv baut er Schicht um Schicht behutsam und geduldig, auf seinen Sehsinn vertrauend, unter hohen Temperaturen mit seinen „Pinseln“, den diversen nach Größen sortierten Schweissbrennern, seine Eisenplastiken auf. Unterschiedlich grobe, durch Höhlungen und Buckel hervorgerufene Strukturen der Oberfläche, die interessante Licht-, Farb- und Schatteneffekte erzeugen, machen den aufbauenden Prozess deutlich.

Dieses Wissen um das Singuläre/Individuelle bestimmt den kreativen spannenden Arbeitsprozess, in dem sich eine quasi symbiotische Beziehung zwischen Künstler und Werk durch wechselseitige Beeinflussung aufbaut: ausgehend von einer noch diffusen Vorstellung lässt er sich ganz pragmatisch von seiner technisch-handwerklichen Geschicklichkeit im Umgang mit dem schwierigen Medium Eisen leiten. Die Berufsbezeichnung „Eisenplastiker“ beschreibt treffend die kraft- und energiefordernde Tätigkeit des Künstlers, vermag aber nicht das künstlerische Resultat, die unerwartete Ästhetik und Leichtigkeit der meist schwergewichtigen Werke auch nur anzudeuten. Stahlhartes Material verwandelt sich mittels genuiner Sensibilität, die durch zahl- und variationsreiche zeichnerische Figurenstudien verstärkt wurde, zu Objekten voller Anmut und Grazie.

David Werthmüllers Faszination für die räumliche, greifbare Präsenz seiner Skulpturen überträgt sich unmittelbar auf den Rezipienten, der sie umschreitend visuell und haptisch, überaus sinnlich, in ihrer Mehransichtigkeit erfahren und zu sich selber in Relation setzen kann. Hauptmotiv seiner Arbeiten ist die Gestalt des Menschen, die abstrahierend körperhaft aufgefasst ist. Archaische Einflüsse, die auf eine Vielzahl kultureller Reisen zurückgehen, sind unverkennbar. So erinnert die extreme Langstreckung bei gleichzeitiger Volumenreduktion seiner Figuren an die etwa 2300 Jahre alte etruskische Votivstatuette „L’Ombra della Sera (langer Abendschatten)“ aus dem etruskischen Museum in Volterra, die intensive ihn immer wieder herausfordernde Auseinandersetzung mit speziell der weiblichen Figur an das tradierte Formenrepertoire zahlreicher älterer Kulturen. Auf seine nicht streng anthropometrisch, sondern im Ausdruck universell, unkonventionell und so zurückgenommen wie möglich geformten Statuen passt das Zitat von Albrecht Dürer: „Gestalt ist also die äußere, in steter Wandlung begriffene Erscheinung des Menschen.“

Das ökonomisch-funktionale Ziel, den hohen Materialverbrauch und das Gewicht der Plastiken zu reduzieren, bewirkt neue, herausfordernde Experimente im Umgang mit dem bevorzugten Werkstoff Eisen. Masken- oder schalenartig gestaltete Köpfe und Torsos oder Figuren mit Hohlräumen entstehen, die neue interessante Ausdrucksvarianten ermöglichen. Das Wesenhafte zu sehen, zu erfassen und zu gestalten bleibt David Werthmüllers Hauptmotivation im „Kampf“ mit dem widerspenstigen Medium Eisen um autonome, singuläre, immer imponierende Arbeiten.

Rezension von Dr. Maria Leven, Kunsthistorikerin, Brühl

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