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Skulpturen Schweiz – Zeitgenössische Kunst

Der aus Bern stammende Eisenplastiker David Werthmüller verbindet in seiner Arbeit abstrakte Kunst mit einer modernen und spielerischen Interpretation des Lebendigen.

Seine Skulpturen zeichnen sich durch zerklüftete Strukturen, biomorphe Brüche und den archaischen Charakter früherer Natur aus.

Dabei zeigt er einen bemerkenswerten Ansatz zur Kunstgeschichte, indem er traditionelle Bildhauerkunst mit einer von ihm über Jahre perfektionierten Schweisstechnik kombiniert. Jedes seiner einzigartigen Werke wird von ihm persönlich aus Eisen gefertigt und besticht durch neue, beeindruckende ästhetische Ausdrucksformen.

Neue Skulpturen

Neue Skulpturen

  • SIC-20018
  • SIC-19814
  • SIC-19694
Skulpturen schweissen, Einblicke in den Werkprozess.

Skulpturen- Unikate aus Metall

Skulpturen schweissen

Der Künstler hat sich vor mehr als 25 Jahren darauf spezialisiert, ausschliesslich von Hand geschweisste Unikate zu schaffen. Durch Schmelzen, Formen und Schneiden von Stahl entstehen einzigartige Eisenplastiken. Jede Skulptur beginnt mit einem ersten flüssigen Tropfen glühenden Eisen’s.

Diese Unikate trotzen bis heute der Kunst des Giessens und finden Anerkennung in der Schweiz und Ausland. Sein gesamtes bisheriges Schaffen besteht ausschliesslich aus echten Original Eisenplastiken.

Die Zeit glättet jede Vita.

„Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“

—  Blaise Pascal

Künstler werden

Kunst und Kultur in der Jugend
David Werthmüller ist 1969, als Sohn eines Karthographen und einer aus Deutschland stammenden Krankenschwester als drittes Kind auf die Welt gekommen. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Köniz.

Als Kind hatte er jedoch das „Glück“, wegen der vielen kulturreichen Reisen seiner Eltern viele heute kaum noch zugängliche Kultstätten aus der Stein- und Bronzezeit in unberührter Natur besuchen zu können. (Schliesslich gab es da Eidechsen, Käfer und hin und wieder eine Schlange zu sehen.)

Diese Reisen waren oft begleitet von ungenauen Wegbeschreibungen, Sprachbarrieren und Strassen, die bestenfalls als Bachbett klassifiziert werden konnten. So sind ihm so manche „Ferien“ vor allem als Abenteuer in lieber Erinnerung.

Nach seiner für ihn vom Opa aus Deutschland aufgezwungenen Lehre als Maschinenmechaniker, traf er Vorbereitungen, um seinen lange herbeigesehnten Traum zu verwirklichen. Er wollte die Welt sehen und sich seine eigene Meinung bilden. Er wollte einfach frei sein. So baute er einen 30 Jahre alten Lada zu einem einfachen Forschungsvehikel um und brach 1991 zu einem Abenteuer mit ungewissem Ziel auf. Alleine mit seinem Hund durchquerte er die Sahara. Bereit, alles hinter sich zu lassen und das Leben neu zu entdecken. Er schaffte es bis an die Grenze von Kamerun. Bürgerkriegsähnliche Zustände zwangen ihn nach 6 Monaten, in die Schweiz zurückzukehren. Auf dieser Reise hat er zwar viel erlebt und gesehen, aber entdeckt hat er vor allem sich selbst.

Autodidakt als Lebensentwurf

1995 entschied er sich für einen neuen Lebensentwurf.  So probierte er verschiedene Ausdrucksformen aus, verwarf sie jedoch bald wieder als untauglich. In der Folgezeit widmete er sich nächtlichen Experimenten mit einer selbst gebastelten Camera Obscura, frühmorgendlichem Zeichnen und nachmittäglichem Modellieren von Aktfiguren am Küchentisch. Zudem nahm er an Kursen für Holzschnitt und Lithografie teil. Sein Eindruck verdichtete sich allmählich, dass die Zeichnung für ihn das beste Medium sei, obwohl er noch weit von zufriedenstellenden Ergebnissen entfernt war.

So beschloss er, sich zunächst ausschliesslich der Zeichnung zu widmen und betrachtet das Erlernen dieser Kunst bis heute als eines seiner größten Abenteuer. Dabei stellte er sich grundlegende Fragen über seine Wahrnehmung und das Sehen selbst, sowie über die Möglichkeit, seine eigene Wahrnehmung zu kontrollieren. Dieses Forschen und Entdecken fesselte ihn so sehr, dass er es als Besessenheit empfand.

Vom Zeichner zum Eisenplastiker

Wie kam es dazu, dass sich der Fokus seiner Arbeit auf Skulpturen richtete? Obwohl Skulpturen aufgrund ihrer physischen Eigenschaften nur von einer Seite aus betrachtet werden können und somit höchstens Reliefcharakter aufweisen, ist es unser Wissen über ihre räumliche Dimensionalität, das unsere Wahrnehmung von ihnen beeinflusst. Eine dreidimensionale Skulptur, wie zum Beispiel ein Kopf, wird von uns nicht als flache Scheibe wahrgenommen, wenn wir sie von vorne betrachten. Stattdessen fügen wir unser Vorwissen über die räumliche Ausdehnung von Objekten hinzu und schaffen damit eine konstruierte Wirklichkeit.

„Zeichnen können ist wesentlich!“
Der Bildhauer ist sich bewusst, dass er nicht der erste ist, dem auffällt, dass beim Zeichnen die Möglichkeit fehlt, das Dargestellte intensiver zu begreifen. Die Zeichnung vermag dies nur begrenzt zu leisten. Im Gegensatz dazu kann die Skulptur einen räumlichen Eindruck und den daraus resultierenden Ausdruck im Raum erzeugen. Aus diesem Grund erschafft der Bildhauer Skulpturen.

Experimente mit flüssigem Eisen

Ab 1995 macht Werthmüller erste Versuche in Ton oder Gips zu modellieren. Darauf folgte eine Phase mit aus Leinwand gestalteten Figuren. Um diese haltbarer zu machen, wechselt er zum kalten Verformen von Kupferblechen. Danach folgten zahlreiche Experimente mit flüssigem Eisen. So entwickelt sich über Jahre seine eigene Technik. Sein Werk besteht ausschliesslich aus handgefertigten Unikaten. Also keine „Giessereikunst“.

Künstler werden
Junger Künstler, Thun 2001
Wer sagt eigentlich, dass die Malerei schon entdeckt ist?

Anlässlich einer Ausstellung galt es den zugesprochenen Platz mit Bildern zu ergänzen. Papierarbeiten kamen wegen der Luftfeuchtigkeit nicht infrage. Also suchte er nach einer Möglichkeit, seine Zeichnungen auf Leinwand zu bringen. Mit Tusche gelangen ihm auf Anhieb Resultate, die sein Interesse für die Malerei wie aus dem Nichts wieder erweckten. Seit 2023 experimentiert er auch mit Ölfarbe. Siehe Malerei.

Heute lebt der Künstler mit seiner Ehefrau Silvia in Fräschels im Kanton Freiburg. Die beiden Töchter sind längst erwachsen und ausgeflogen. Die Leidenschaft für die Kunst und die Natur teilt er mit seiner Liebsten. Kein Tag ohne Arbeit im Atelier oder im biodiversen Naturgarten.

Und so manifestiert sich seine tiefe Liebe für französische Oldtimer und sein unbeirrbares Streben nach einem analogen Lebensstil. Mit großem Widerstand kämpft er gegen Smartphones, E-Mails, Social Media, Bankkonten und Kreditkarten an, stets aus guten Gründen heraus. Ausgestattet mit einer Landkarte (sein Vater war Kartograf), einem Feldstecher, einer Polaroidkamera und einer Ersatzzündspule reist er gemeinsam mit seiner Geliebten durch Europa, fernab von der heutigen Zeit. Seine Blutwerte und sein Blutdruck erfreuen sich einer phänomenalen Gesundheit, während seine Psyche nicht mehr tosend, sondern ruhig und fasziniert von dem Geschehen um ihn herum ist, still auf ihrem Beobachtungsposten verweilend.

Aktuelle Ausstellung 2024
  • 2023 Alte Brennerei, Unterramsern
  • 2023 Galerie Immaginazione,Brugg
  • 2022 Alte Brennerei, Unterramsern
  • 2022 Galerie Immaginazione,Brugg
  • 2021 Torre di Fiorenzana, Grono
  • 2020 Kulturmühle, Lützelflüh
  • 2020 Galerie Immaginazione,Brugg
  • 2019 Galerie Immaginazione, Brugg
  • 2018 Stadthaus, Unterseen
  • 2017 Galerie, Murten
  • 2016 Art-Momentum, Biel
  • 2015 Tramdepot, Bern
  • 2015 Galerie Rhomberg, Innsbruck
  • 2014 Galerie Brügger, Bern
  • 2014 Galerie Wimmer, München
  • 2013 Galerie Brügger, Bern
  • 2013 Galerie Ka Art, Saas Fee
  • 2013 Galerie Mera, Schaffhausen
  • 2012 Galerie Wimmer, München
  • 2012 Galerie Max-21, Iphofen
  • 2012 Galerie Brügger, Bern
  • 2011 Nahrhafte Kunst Thun
  • 2011 Artbar, Brugg
  • 2008 Bellevue, Ittigen
  • 2007 Villa Amboz, Säriswil
  • 2006 Skulpturengarten Thierachern
  • 2005/ Galerie Erlengut, Steffisburg
  • 2004 Die Halle, Langnau a. A.
  • 2002 Ramseyer + Kaelin, Bern
  • 2002 Galerie La Rocca, Zürich
  • 2001 Die Halle, Langnau a. A.
  • 2000 Galerie Brügger, Bern
  • 2000 Hist. Museum, Bern
  • 2000 BA für Migration, Wabern
  • 1999 Skulptur 99, Bern

KONTAKT
Der Künstler freut sich, wenn Sie Ihren Atelierbesuch telefonisch anmelden. Persönlich, echt und verbindlich.

Kontakt

David Werthmüller
Schmiedstr. 17
CH-3284 Fräschels

+41 31 756 12 77

email sms whatsapp instagram etc.